Lupinenkaffee: Die nachhaltige Kaffee Alternative

Du bist noch auf der Suche nach einer nachhaltigen Kaffee Alternative? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Artikel erklären wir dir alles rund um den Lupinenkaffee.
Lupinenkaffee und Lupinen

Das findest du im Artikel

Was ist Lupinenkaffee?

Lupinenkaffee ist eine von vielen Kaffee Alternativen. Hergestellt wird sie aus den Samen der Lupine, einer Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Die Lupine findet man in der Natur in den Farben Weiß, Rot, Gelb und Blau.

Vor allem in Tirol war der Lupinenkaffee früher auch als Bauernkaffee bekannt, da er dort von den Bauern hergestellt und in den umliegenden Orten verkauft wurde.

Da man die Lupinen auch hier anbauen kann, ist der Lupinenkaffee nicht nur regionaler, sondern auch nachhaltiger als der Bohnenkaffee.

Lupinen in weiß, rot, blau und gelb als Basis für Lupinenkaffee
Lupinen gibt es in den verschiedensten Farben

Wie gesund ist Lupinenkaffee?

Abgesehen von dem niedrigen Anteil an Alkaloiden, die in der Menge harmlos sind, haben die Lupinensamen einen hohen Eiweißgehalt, der sich positiv auf den Blutzucker- und Insulinspiegel auswirken kann und dabei hilft, erhöhte Cholesterinwerte zu senken.

Lupinen sollen aber auch lange satt machen, die Verdauung ankurbeln und den Darm gesund halten. Sie enthalten aber auch viele Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen.

Zudem ist Lupinenkaffee von Natur aus frei von Koffein und Gluten. Im Vergleich zum Bohnenkaffee enthält er auch keine reizenden Säuren.

Allerdings sollten Personen, die an einer Nussallergie leiden besonders vorsichtig sein, da eine Kreuzallergie ausgelöst werden könnte. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man also den Verzehr zuvor mit seinem Allergologen absprechen.

Lupinensamen bilden gemahlen die Basis für Lupinenkaffee
Lupinensamen sollen positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben

Die Lupinen und die Alkaloide

Wer an Lupinen denkt, denkt oftmals auch an den hohen Alkaloidgehalt, der darin enthalten ist. Dieser ist für den Menschen lebensbedrohlich. Wahrscheinlich fragst du dich jetzt, wieso du dann überhaupt Lupinenkaffee trinken solltest.

Übrigens: Tatsächlich werden seit den 1920er Jahre Süßlupinen gezüchtet. Sie werden so gezüchtet, dass nur noch ein geringer Teil der Alkaloide vorhanden ist, was den Verzehr der Süßlupinen und somit auch des Lupinenkaffees unbedenklich macht.

Früher hat man auf eine andere Methode der Entgiftung gesetzt. Dazu hatte man die Samen bis zu zwei Wochen lang gewässert und gekocht, wobei das Wasser immer wieder ausgetauscht wurde. Das war nötig, damit die wasserlöslichen Gift- und Bitterstoffe herausgeschwemmt werden konnten.

Wie wird Lupinenkaffee hergestellt?

Um die Kaffee Alternative herzustellen, müssen zuerst die Samen gesäubert und anschließend wieder getrocknet werden. Wenn die Lupinensamen getrocknet sind, werden sie per Langzeitröstverfahren geröstet.

Wichtig: Hierfür beginnt man die Samen längere Zeit bei niedrigen Temperaturen um die 75°C zu rösten und erhöht die Temperatur dann im Laufe des Röstverfahrens auf rund 205°C. Die Gesamtdauer des Röstens dauert dabei gute 20 Minuten.

Durch diese Methode werden die Lupinen weder bitter noch verbrannt, aber dennoch dunkel. Nach dem Rösten kann man dann die Lupinen mahlen.

Lupinenkaffee selber herstellen

Lupinenkaffee kann man auch ganz einfach zu Hause herstellen. Dafür benötigt man nur eine beschichtete Pfanne, in die man die Samen zum Rösten gibt, bis sie sich öffnen und ihr Aroma austritt. Bevor man die Lupinensamen mahlt, sollte man sie jedoch erst noch etwas abkühlen lassen.

Wichtig: Benutze hierfür nur Süßlupinen vom Bauern deines Vertrauens, damit du dich nicht selbst damit vergiftest.

Wie schmeckt Lupinenkaffee?

Lupinenkaffee schmeckt ähnlich wie Kaffee, mit einem milden Aroma und einer kakaoartigen und nussigen Note, die an Mandel erinnert. Durch die Züchtung der Süßlupine soll auch der bittere Geschmack, den man sonst von Kaffee gewohnt ist, wegfallen.

Es bietet sich also auch geschmacklich super als Alternative zum herkömmlichen schwarzen Kaffee an. Vor allem die typische Säure, die man vom Bohnenkaffee kennt, ist hier nicht wiederzufinden.

Wie bereitet man Lupinenkaffee zu?

Lupinenkaffee kannst du wie normalen Bohnenkaffee zubereiten. Hierfür kannst du ca. 1-3 TL Kaffeepulver pro Tasse verwenden.

Da der Lupinenkaffee mehr quillt als der normale Kaffee solltest du bei der Verwendung von Siebträgermaschinen oder Vollautomaten darauf achten nur ungefähr 2/3 der Kaffeemenge zu benutzen und auch die Wassermenge dementsprechend anzupassen.

Je nachdem welche Maschine man zur Zubereitung verwendet, kann die Kaffeemenge variieren

Lupinenkaffee: Ein schneller Genuss

Für die Zubereitung des Lupinenkaffees benötigst du nicht viel.
Zubereitung: 5 Minuten
Kalorien: 3 kcal
Equipment
  • Kaffeemaschine
  • Kaffeefilter
  • Tasse
  • Teelöffel
Zutaten
  • 1-3 TL Lupinenkaffee
  • 200 ml Wasser
Optional
  • Kardamom
  • Zimt
  • Ingwer
  • Vanille
Anleitungen
  • Setze den Kaffeefilter in die Kaffeemaschine
  • Gebe den Lupinenkaffee in den Kaffeefillter
  • Gieße das Wasser in die Kaffeemaschine
  • Schalte deine Kaffeemaschine ein
  • Warte bis der Kaffee durch die Kaffeemaschine gelaufen ist
  • Gieße den Kaffee in die Tasse
  • Genießen
Tipps
  • Bei der Benutzung einer Siebträgermaschine oder eines Kaffeevollautomaten solltest du nur ungefähr 2/3 des Kaffeepulvers benutzen und die Wassermenge gegebenfalls anpassen. 
  • Durch die Zugabe von Kardamon, Zimt, Ingwer und Vanille bekommt der Kaffee einen orientalischen Geschmack

Fazit – regional, nachhaltig, gesund

Lupinenkaffee enthält weder Koffein noch Gluten, was ihn zu einer guten Kaffee Alternative für viele Personengruppen macht. Bereitet man ihn in einer normalen Kaffeemaschine zu, muss man lediglich das Kaffeepulver austauschen, wodurch man keinen zusätzlichen Aufwand bei der Zubereitung hat.

Falls du selbst einmal versuchen möchtest, zu Hause deinen eigenen Lupinenkaffee herzustellen, solltest du unbedingt darauf achten, dass die Samen von der Süßlupine kommen. Alternativ kannst du ihn auch bereits fertig zum Verzehr kaufen.

Vor allem wenn du dich nach einer regionalen und nachhaltigen Kaffee Alternative umschaust, können wir dir den Lupinenkaffee empfehlen. Also wieso probierst du ihn nicht einmal bei Gelegenheit aus?

Die häufigsten Fragen beantwortet:

Wo kann man Lupinenkaffee kaufen?

Lupinenkaffee bekommt man mittlerweile auch in einigen Drogerien und Supermärkten. Man kann die Kaffee Alternative aber auch im Internet kaufen. Optional kann man auch beim Bauern vor Ort nachfragen, ob er Lupinen verkauft und sich damit zu Hause die Kaffeealternative selber herstellen.

Wonach schmeckt Lupinenkaffee?

Lupinenkaffee ist dem Bohnenkaffee geschmacklich ähnlich, wobei der bittere Geschmack durch die Züchtung der Süßlupine nicht mehr vorhanden ist. Zusätzlich hat er ein kakaoartiges und nussiges Aroma.

Wie gesund ist Lupinenkaffee?

Lupinen enthalten zwar giftige Alkaloide, aber durch die Züchtung der Süßlupine sind davon nur noch so wenige enthalten, dass die Menge für den Verzehr unbedenklich ist. Zudem sind in der Lupine viele Proteine und Mineralien enthalten, die sich positiv auf den Darm, den Blutzucker- und den Insulinspiegel auswirken.

Ist Lupinenkaffee nachhaltig?

Ja, bei Lupinenkaffee handelt es sich um eine nachhaltige Kaffee Alternative. Die Lupinen können regional angebaut und verarbeitet werden, wodurch man sich vor allem weite Transportwege spart. Außerdem müssen Lupinen nur zu Beginn gegossen werden, da sie mit der Zeit lange Wurzeln bilden, über die sie sich selbst versorgen können.

Wie kann man Lupinenkaffee zubereiten?

Lupinenkaffee kann wie normaler Bohnenkaffee zubereitet werden. Nur wenn man einen Kaffeevollautomaten oder eine Siebträgermaschine benutzt, sollte man weniger Pulver verwenden, da Lupinenkaffee etwas mehr aufquillt als normaler Bohnenkaffee.

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