Espressokocher: Zubereitung und Vergleich 3 verschiedener Modelle

Was ist das eigentlich für ein Ding? Das dachte ich mir, als ich vor 15 Jahren das erste Mal einen Espressokocher zu Gesicht bekam.
Espressokocher

Das findest du im Artikel

Was ist das eigentlich für ein Ding? Das dachte ich mir, als ich vor 15 Jahren das erste Mal einen Espressokocher zu Gesicht bekam. Denn bis daher kannte ich nur die gute alte amerikanische Kaffeemaschine von Oma.

Du weißt schon – was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Zumal ich irgendwie das Gefühl hatte, Espressokocher ist etwas für Exoten. Für den ganz speziellen Geschmack. Nichts für Montag bis Freitag, sondern ausschließlich für Sonntag Nachmittag.

Nun, einige Jahre später sieht die Welt komplett anders aus. Wenn ich mir meine tägliche Tasse schwarzes Gold gönne, geht bei mir nichts über den Espressokocher. Ja ich muss frecherweise sagen – normaler Kaffee aus der normalen Kaffeemaschine kommt mir mittlerweile dagegen wie die Plörre auf einem Flug so mancher Airline vor.

Oder anders gesagt: Ich möchte meinen Espressokocher nicht mehr missen. Warum Esspressokocher so unglaublich Sinn machen und was es zu beachten gibt – dafür habe ich diesen Artikel geschrieben.

Die Geschichte vom Espressokocher

Zunächst einmal – Espressokocher produzieren keinen Espresso. Und das ist auch gut so. Denn sicherlich möchtest du nicht ständig wie ein Deutscher im Venedig-Urlaub eine halbe Stunde dich mit einem Schluck begnügen, sondern eine richtig volle Tasse guten Kaffee genießen.

Apropo Venedig – Erfinder des Espressokochers, welcher auch gern Espressokanne oder Mokkakanne genannt wird, war der Italiener Alfonso Bialetti. Bialetti hatte die Idee, den kräftigen und vollmundigen Espressogeschmack vom Restaurant in die Wohnzimmer zu bringen.

Natürlich war und ist es mit dem Espressokocher nicht möglich Espresso in “echter” Maschinenqualität, sprich mit einem Pressdruck von mindestens 9 Bar, herzustellen. Doch der Espressokocher produziert auch mit ca. 1,5 bar ordentliche Ergebnisse, die sich mehr als gut schmecken lassen. Zudem – die Erfindung Bialettis bietet uns seit Jahrzehnten noch ganz andere Vorteile.

Denn die beliebten Espressokannen sehen nicht nur verdammt gut aus und sind nicht nur in Großstadt-Altbauwohnungen ein echter Hingucker. Sie sind einfach extrem praktisch.

Mit bereits kleinem Geld besorgt man sich einen Kocher der nur durch Hitze und Wasser funktioniert und innerhalb von mehreren Minuten aromatischen und qualitativ hochwertigen Kaffee herstellt.

Und mal ganz unter uns – das sanfte Zischen einer Edelstahl-Kanne wirkt auch irgendwie romantischer als das klinische Röcheln einer normalen Kaffeemaschine.

Die richtige Zubereitung

Bei aller Einfachheit, es gibt auch beim Thema Espressokocher einige Zubereitungstipps, mit denen du ganz abgebrüht deinen Kaffee aufbrühst. In der Wahl des Kaffees hast du rein technisch gesehen freie Hand.

Frisch gemahlener Kaffee, “normaler” Filterkaffee oder auch die typisch gemahlenen Espresso-Arten eignen sich zum befüllen. Wir legen dir natürlich unseren Office-Kaffee ans Herz, da dieser aufgrund der Sofortverpackung und niedrigen Rösttemperatur nicht nur verdammt gut schmeckt, sondern auch frisch gemahlen bei dir ankommt.

Wenn du dann den Kaffee deines Gustos in den Händen hältst, empfehlen wir dir zunächst das Wasser für deinen Espressokocher anzuwärmen.

Der Grund ist folgender: Wenn du zu kaltes Wasser in den Kocher gibst, erhitzt sich das Metall rundherum zu stark. Die Folge: Eventuell eine Geschmacksnote, die eher an das metallische Besteck-Service aus dem Teleshop erinnert.

Wenn du anschließend den Kaffee in den Filter füllst, muss dieser nicht so super fein wie Strandsand in der Südsee gemahlen werden. Etwas gröber ist vollkommen in Ordnung. Achte bitte nur darauf, dass der Filter komplett bis zum Rand bedeckt ist.

Du musst den Kaffee oder Espresso auch nicht andrücken oder feststampfen. Das kurze Aufbrühen des Kaffees funktioniert dann am vollmundigsten, wenn du diese beiden Dinge beachtest. Dazu fülle das Gefäß mit Wasser bis kurz unter das Dampfloch. Anschließend ist die meiste Arbeit schon getan.

Stelle den Espressokocher dann einfach bei mittlerer Hitze auf die heiße Herd-oder Gasplatte. Zu hohe Temperaturen könnten den Kaffee etwas verbrennen, was nicht übermäßig lecker schmeckt.

Deshalb: Wenn der Kaffee dann nach einigen Minuten konstant in das obere Gefäß läuft, kannst du die Kanne bereits von der Hitzequelle nehmen. Der Restdruck wird dein Gefäß vollständig befüllen und du vermeidest so auch an diesem Punkt ein Anbrennen deines Kaffees.

Die besten Espressokocher

Platz 1: Bialetti Brikka – der Klassiker mit Crema.

Die Marke Bialetti wurde vom einstigen Erfinder gegründet und gilt bis heute als das Bayern München unter den Espressokannen. Nur das sich im Gegensatz zum Fußballverein weniger Geister daran schneiden und diese Marke wirklich in jedem Kopf mit exzellenter Qualität verankert ist.

Das Besondere: Durch ein zweites spezielles Ventilsystem, bildet dieser Kocher tatsächlich eine Crema wie beim üblichen Espresso.

Natürlich ist dieser aufgrund der natürlichen Grenzen eines Espressokochers nicht so langanhaltend und dick aufgetragen, doch für das authentische Gefühl durchaus eine gute Alternative.

Handhabung, Geschmack und die originale klassische Optik sind natürlich auch aller erster Crema. Diese Veriante brüht bis zu vier Tassen pro Brühvorgang und kostet knapp 30 Euro.

Platz 2: Rommelsbacher EKO – der bequeme Anti-Klassiker

Diese Kanne ist für alle gedacht, die einen feuchten Kehricht auf Tradition geben. Im Klartext: Diese Kanne läuft elektrisch, ist aus Glas und hat einen bequemen Henkel und Leuchtelemente, die schon eher in Science-Fiction-Filme passen, als die Optik der Bialetti-Klassiker.

Laut vielen Tests soll der Kaffeegeschmack dennoch sehr intensiv und “authentisch” daherkommen. Zudem ist dieses Modell mit ca. 6 Minuten Brühzeit echt schnell dran.

Einziger Nachteil: Aufgrund der Elektrokonstruktion etwas mühsamer zu reinigen und der recht hohe Preis von ca. 80 Euro.

Platz 3: Bialetti Venus – die Schöne.

Viele kaufen die Bialetti Venus wegen ihrer Optik. Laut Produktbeschreibung wird diese Kanne für ca. 4 Tassen aus dem perfekten Mix zwischen zeitloser Optik und moderner Praxistauglichkeit beschrieben.

Wir finden – dass passt ganz gut. Denn eines der spärlich gesäten Vorteile dieser Kanne – sie funktioniert auch auf Induktionsherden. Sie produziert geschmacklich super Ergebnisse und erbringt mit ca. 25 Euro auch ein super Preis/Leistungs-Verhältnis.

Einziger Makel und deswegen nur auf Platz 3: Sie erhitzt den Kaffee mit ca. 85 Grad ungefähr um 10 Grad weniger als die anderen Modelle. Und kalten Kaffee möchte bekanntlich niemand mehr aufwärmen.

Fazit

Espressokocher sind für uns immer noch die Könige der Kaffeezubereitung. Sie kosten im Gegensatz zu einer guten Espressomaschine nicht gleich ein Malediven-Trip und man braucht um sie zu transportieren auch keinen ganzen Reisekoffer.

Darüber hinaus sind sie dennoch geschmacklich intensiver als die übliche Kaffeemaschine. Und – die klassische Optik macht echt was her und imitiert das Mokka-Feeling eines orientalischen Marktes direkt ins Wohnzimmer. In diesem Sinne: Prost!

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