Espresso: 6 Tipps zur Zubereitung

Die Konzentration puren Kaffee-Aromas. In diesem Artikel erfährst du worauf du bei der Espresso-Wahl aufpassen musst und ihn richtig zubereitest.
Espresso

Das findest du im Artikel

Espresso – der Porsche unter dem Kaffee-Himmel? Man könnte es meinen. Exquisit. Beiläufig. Intensiv. Und jeder Schluck ist qualitativ so hochwertig gedacht, so dass der Espresso auch nur für einen gemacht ist. Was steckt also hinter dieser Flüssigkeit, die anders ist als alle anderen?

Was ist ein Espresso?

Die Kaffeezubereitung des Espressos ist vor allem eine Sache der Intensität. Dabei wird stark gerösteter Kaffee mit hohem Wasserdruck (6-9 bar) in eine 20-60ml kleine Tasse innerhalb von ca. 25 Sekunden gepumpt. Durch

  • den hohen Druck
  • die starke Röstung
  • den feinen Mahlgrad

entsteht der typische Espresso mit seinen speziellen Eigenschaften. Doch was bedeutet dies genau und macht ihn so unterschiedlich zur „normalen“ Tasse Kaffee?

1. Der Espresso schmeckt kräftig

Landläufig ist die Meinung verbreitet, dass der Espresso kräftiger schmeckt, da er mehr Koffein hat. Dem ist aber nicht so. Durch sein geringe Menge, enthält ein einfacher Espresso ca. nur ein Fünftel des Koffeingehaltes im Vergleich zu einem 200ml großen Filterkaffee.

Dadurch das der Espresso viel konzentrierter ist (ca. 10% des Kaffees ist im Endergebnis gelöst), schmeckt man die Röstaromen des Kaffees deutlicher heraus.

2. Den Espresso erkennt man an der Créma

Durch den hohen Druck wird CO2 aus den Kaffebohnen freigesetzt. Fette und der ein oder andere Hilfsstoff sorgen dann dafür, dass der Espresso seine typische Krone bekommt.

3. Espresso ist was für die Maschine

Espresso kann nur dann „richtig“ zubereitet werden, wenn der Druck stimmt. Und dieser Druck wird in der Regel ausschließlich von Espressomaschinen erzeugt. Zwar kennt man von der Bezeichnung auch die kleinen Espresso-Kannen aus der Küche – mit dem typischen Endergebnis haben diese dann aber doch reichlich wenig zu tun.

Das richtige Zubehör

Espressomaschine

Worauf kommt es also bei der Espresso-Maschine an? Muss man dafür gleich einen Millionkredit bei der Bank aufnehmen oder gibt es auch Alternativen für den Alltagsgebrauch in den eigenen vier Wänden?

Espresso Maschine

Espressomaschinen sind ein wenig wie Autos. Man könnte ganz Fachzeitschriften und Vorabendsendungen mit den Details dahinter füllen. Die beiden gängigsten Varianten heutzutage sind die Siebträgermaschinen und die Espressovollautomaten.

Bei der klassischen Siebträgermaschine wird der Kaffee manuell ins Sieb gefüllt und dann durch den Druck der Maschine zu Espresso veredelt. Vorteile bei dieser Variante liegen buchstäblich in der Hand: Der Mahlgrad, die Dauer der Brühzeit, als auch die Menge des Mahlgutes sind individuell selbst bestimmbar. Als geübter Esspressokoch kann man hier also auch ohne Ingenieurs-Studium und IHK-Abschluss ordentlich Flexibilität in seinen Espresso bringen.

Vollautomaten sind ebenfalls Siebträgermaschinen, die auf Knopfdruck alles automatisch machen. Pumpe an -und ausschalten, den Wasserstand messen und teilweise auch bei „Supervollautomaten“ , den Kaffee selbst mahlen. Darüber hinaus gibt es übrigens noch die Halbvollautomaten.

Bei ihnen wird die Pumpe nach manueller Betätigung eines Schalters ein-und ausgepumpt.

Kaffeemühle Espresso

Eine gute Kaffeemühle ist beim Espresso aufgrund der kurzen Durchlaufszeit wichtiger denn je. Denn umso feiner der Kaffee gemahlen ist, umso feiner ist auch das Geschmackserlebnis. Viele Experten berichten sogar, dass die Espressomühle noch wichtiger als die Espressomaschine ist und etwaige Schwächen dieser kompensieren kann.

Am besten eignet sich nach unserer Erfahrung daher eine elektrische Kaffeemühle mit gutem Scheibenmahlwerk. Denn hier ist das Zusammenspiel aus Homogenität, Feinheit und Alltagspraktikabilität sehr hoch.

Espresso Tassen

Espressotassen sind dickwandig und fassen 60-90ml für das fertige Endergebnis. Dazu wird eine „Tulpenform“ empfohlen, damit die Crema sich gut verteilt.

Ein doppelter Espresso wird übrigens oft und ebenfalls stilgerecht in dickwandigen Cappuccino-Tassen mit gleicher Charakteristika verwendet.

Geeignete Espressobohnen

Espressobohnen sind tatsächlich Kaffeebohnen, die speziell nur dem Espresso dienen. Denn hierbei werden die Bohnen länger geröstet, was auch zu einer dunkleren Farbe führt.

Wozu ist das sinnvoll? Durch die längere Röstung bei ca. 15-18 Minuten wird mehr Säure abgebaut. Das führt dazu, dass der Espresso in deiner Tasse viel angenehmer schmeckt, als wenn du „normale“ Kaffeebohnen auf Espresso-Art zubereiten würdest.

Im übrigen gilt der Espresso aus gleichem Grund auch bekömmlicher, als sein säurehaltigeres Schwarzkaffee-Pendant.

Espresso zubereiten – Die 6 Schritte

1. Wärme die Tasse vor

Kaffee ist generell recht temperaturabhängig und einige Grad Unterschied machen sich schon mal gerne am Gaumen fest. Bei Espresso fällt das natürlich besonders ins Gewicht, da die Gesamtmenge kleiner ist. Daher – wärme die Tasse vor.

2. Umso feiner, umso besser

Mahle deine Kaffeebohnen so fein wie möglich. Denn umso kürzer die Kontaktzeit ist, umso essentieller ist es, dass die Partikel klein genug sind. Übrigens solltest du immer das ganze Sieb – leicht gehäuft – mit den gemahlenen Bohnen füllen. Oder für die Statistiker da draußen: 16 Gramm.

3. Stampf es fest

Nun darfst du das Pulver im Sieb gerne gleichmäßig feststampfen. Mitgelieferte Stampfer eignen sich dafür hervorragend. Ganz zur Not, hilft aber auch ein großer Löffel um das Pulver fest und gleichmäßig an der Sieboberfläche zu befestigen. Im Klartext: Nach diesem Vorgang ist dein Sieb bis zum Rand gleichmäßig und fest mit feinstem Espresso bedeckt.

4. Reinige den Brühkopf

3-4 Sekunden reichen aus, um den brühkopf mit heißem Wasser durchzuspülen. Der Sinn ist ganz einfach: Du möchtest keine alten Kaffeerückstände in einem neuen frischen Espresso.

5. Lass laufen

Als Fausformel gelten 30 Sekunden als gute Durchlaufzeit für einen Espresso. 5 Sekunden mehr oder weniger sind auch noch im Rahmen. Sollte es aber wesentlich länger dauern, ist dein Mahlgrad zu grob eingestellt.

6. Genieße

Leg das Handy und den Computer zur Seite. Schau aus dem Fenster. Hab ein gutes Gespräch. Mach es wie Jogi Löw. Genieße deinen Espresso.

Espresso Variationen

Flat White Zubereitung

Espresso ist gleich Espresso? Sei ehrlich, dass hast du nicht wirklich gedacht? Denn tatsächlich, auch im Reich des Espressos gibt es nochmal Unterkategorien. Die drei wichtigsten stellen wir dir kurz vor.

Espresso Ristretto

Umstrittene Zubereitung, doch eines ist klar: der Espresso Ristretto ist nichts für Zartbeiseitesten und ein sehr kräftiger Espresso. Das Hauptaugenmerk: Es ist ein verkürzter Espresso mit mehr Biiterkeit und Stärke. Dies erreicht man dadurch, dass bei gleicher Extraktionszeit, weniger Flüssigkeit in die Tasse fließt(15-20ml).

Dies wiederum erreicht man durch zwei Varianten. Entweder erhöht man das Mahlgut oder man erhöht die Mahlfeinheit.

Espresso Macchiato

Jetzt kommen wir zur zarteren Variante. Denn der Espresso Macchiato hat neben der der Crema noch eine zweite Schaumkrone. Eine aus Milchschaum. Die Zubereitung ist schnell erklärt. Erstens, den Espresso kreieren. Und dann 2 Teelöffel geschäumte Milch oben drauf geben. So einfach, so gut.

Espresso Doppio

Der Doppio ist echte doppelte Espresso. Warum „echt“? Weil hierbei zwei Espressos nacheinander in einer Tasse zubereitet werden. Und damit wären wir dann wohl bei der intensivsten Art aller Espresso-Varianten angelangt.

Unser Fazit

Der Espresso ist schon etwas besonders. Denn obwohl er in seiner Zubereitungsart so engmaschig definiert ist, gibt es dutzende Sachen die man verfeinern und verändern kann. Wo wir schon beim Thema wären. Achte auf gute Qualität der Bohnen und einen homogenen, feinen Mahlgrad. Wenn du diese Hürde nimmst, ist die Zubereitung in einer geeigneten Maschine meist nur noch Formsache und du wirst deinen Espresso genießen.

Häufige Fragen zum Espresso

Dies sind häufige Fragen zum Thema Espresso.

1. Wie trinkt man Espresso?

Einen Espresso trinkt man in kleinen Espressotassen, die 60-90ml Espresso fassen.

2. Wie macht man Espresso?

Espresso wird in einer geeigneten Maschine zubereitet. Es ist darauf zu achten, deutlich stärkere vorgeröstete Espressobohnen im Vorfeld fein zu mahlen.

3. Wieviel Koffein hat ein Espresso?

Ein einfacher Espresso hat einen Koffeingehalt von ca. 25-30mg. Entgegen einer üblichen Tasse schwarzen Kaffees (200ml), beträgt dieser Wert ca. nur einem Fünftel davon.

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