Grüner Kaffee: Erklärung, Wirkung & Anwendung

Du willst wissen was grüner Kaffee ist? Dann bist du genau richtig hier! Wir erklären dir wie grüner Kaffee wirkt, wie er zubereitet wird und ob er halten kann was oft versprochen wird!
Grüner Kaffee und ein Maßband

Das findest du im Artikel

Was ist grüner Kaffee?

Bei grünem Kaffee handelt es nicht um eine neue Kaffeesorte, sondern um Kaffeebohnen in ihrer natürlichen Form. Die grünen, rohen Bohnen bleiben übrig, nachdem die Kaffeefrucht geerntet, getrocknet und geschält wurde.

Grüner Kaffee wird nicht geröstet. Er enthält zwar weniger Koffein, aber dafür mehr Chlorogensäure als die geröstete Variante, weshalb er auch als kleines Wundermittel gegen Übergewicht gelten soll.

Inhaltsstoffe

Grüner Kaffee enthält ca. 800 verschiedene Inhaltsstoffe. Vor allem enthalten die Bohnen viele B-Vitamine, wie B2, B3, B5 und B6, aber auch große Anteile an Alkaloiden, Aminosäuren und Lipiden. Die genauen Inhaltsstoffe können dabei jedoch je nach Reife, Anbaugebiet und Bohnensorte variieren.

Übrigens: Grüner Kaffee schmeckt eher säuerlich und ist nicht mit geröstetem Kaffee vergleichbar. Der Geschmack ähnelt dem von grünem Tee und Kräutertees und erinnert an Heu und Blumenwiesen.

Was bewirkt grüner Kaffee?

Grünem Kaffee werden einige positive Eigenschaften zugeschrieben. Er soll nicht nur leicht aufputschend und belebend sein, sondern auch dem Alterungsprozess entgegen wirken und bei der Gewichtsreduktion helfen.

Die enthaltene Chlorogensäure verhindert vor allem die Aufnahme von Glukose im Blut. Dadurch wird nicht nur der Anstieg des Blutzuckerspiegels verhindert, sondern auch die Neubildung von Fett in der Leber.

Person auf einer Waage
Grüner Kaffee soll unter anderem beim Abnehmen helfen

Chlorogensäure kann zudem den Adiponektinspiegel erhöhen. Adiponektin ist ein Hormon, welches die Insulinwirkung verstärkt. Da hohe Adiponektinspiegel als Diabetesschutz gelten, gehen Ärzte davon aus, dass grüner Kaffee Diabetes vorbeugen kann.

Hält grüner Kaffee wirklich das, was so oft versprochen wird?

In einem wissenschaftlichen Artikel aus dem Jahr 2016 über Nahrungsergänzungsmittel zum Abnehmen wird bestätigt, dass grüner Kaffee mitunter die Bildung der Fettsäuresynthase, welche Kohlenhydrate in Fette umwandelt, hemmt. Zudem konnte ein Gewichtsverlust von fast 2,5 kg nach Einnahme des grünen Kaffee Extrakts in Dosierungen von 180 bis 220 mg/Tag über einen Behandlungszeitraum von 4 bis 12 Wochen beobachtet werden.

Allerdings ist der Einsatz von grünem Kaffee zum Abnehmen nur bedingt zu empfehlen, aufgrund der mäßigen klinischen Größenordnung und signifikanter Unterschiede bei den Studien. Daher sollte man zuerst weitere Ergebnisse größerer Studien abwarten, um die Wirkung genauer beurteilen zu können.

Jedoch wird die Säure, dank ihrer antioxidativen Wirkung, bereits bei Darmreinigungen eingesetzt.

Welche Nebenwirkungen hat grüner Kaffee?

Trotz all der positiven Eigenschaften darf man nicht vergessen, dass grüner Kaffee, wie jedes Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel, auch zu Nebenwirkungen führen kann. Grüner Kaffee kann demnach nicht nur das Herz-Kreislauf-System stören, sondern auch auf Dauer Blase und Niere schädigen.

Hinweis: Personen, die Medikamente einnehmen oder chronische Krankheiten haben, wird zudem geraten die Einnahme von bspw. „Grüner Kaffee Extrakt Kapseln“ mit ihrem Arzt zu besprechen.

Vor allem Menschen, die kein Koffein vertragen, sollten auf den Konsum verzichten. In unserem Artikel „Die ganze Wahrheit über den unsichtbaren Helfer„, erfährst du mehr über Koffein und seine Wirkung.

Wie trinkt man grünen Kaffee?

Grünen Kaffee kann man zwar in der Kaffeemaschine zubereiten, allerdings wird empfohlen den Kaffee wie einen normalen Tee aufzusetzen. Dazu kann man das Pulver in einen Teebeutel oder in ein Teeei füllen, mit kochendem Wasser übergießen und anschließend ein paar Minuten ziehen lassen.

Alternativ kann man das Pulver auch direkt in die Tasse geben und nach dem Ziehen durch ein feines Sieb filtern. Wer auf Kapseln, Pulver oder Tabletten zurückgreift, sollte jedoch immer die Packungsanweisungen befolgen.

Wichtig: Grüner Kaffee ist kein Genussmittel, sondern wird als Nahrungsergänzungsmittel verwendet!

Die richtige Zubereitung der grünen Bohnen

Wer sich den Kaffee lieber aus frischen Bohnen zubereiten möchte, sollte diese über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Morgen werden die Bohnen dann in einem Topf unter mäßiger Hitze und regelmäßigem Umrühren kurz aufgekocht. Die Bohnen müssen dann noch 15 Minuten ziehen, bevor man das Wasser leicht abkühlen lässt und anschließend durch einen Sieb abgießt.

Grüner Kaffee (gekocht) in einer grünen Tasse auf einem Holztisch mit rohen Kaffeebohnen und grünen Blättern
Das Kaffeekochen ähnelt der Teezubereitung

Wo kann man grünen Kaffee kaufen?

Grüner Kaffee wird in verschiedenen Varianten angeboten. Die Bohnen bekommt man zum Beispiel entweder ganz oder bereits gemahlen. Da die Bohnen nicht immer erhältlich sind, ist das Extrakt auch in Form von Kapseln, Pulver oder Tabletten in Apotheken, bei Online-Versandhändlern oder in Lebensmittel-Fachgeschäften erhältlich.

Besondere Vorsicht ist allerdings bei Pulvern aus dem Internet geboten, da oftmals weitere Präparate untergemischt werden, ohne dass es direkt auffällt. Rohbohnen sind definitiv die sichere Variante. Lediglich auf Steine oder Äste sollte Acht gegeben werden, da diese beim Mahlen für Schäden am Mahlwerk sorgen können.

Hellbraunes, fast oranges Kaffeepulver in einem Kaffeelöffel aus Metall auf rotem Hintergrund
Anders als vielleicht vermutet, ist das Pulver nicht grün, sondern ebenfalls braun

Fazit

Grüner Kaffee kann dabei helfen den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten, um so starken Hungergefühlen entgegen zu wirken. Jedoch sollte man bedenken, dass es sich hierbei um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, welches keine gesunde Lebensweise und Ernährung ersetzen kann.

Grüner Kaffee ist demnach kein wirkliches Wundermittel, so wie es oft beworben wird. Wenn du längerfristig und gesund an Gewicht verlieren möchtest, solltest du deshalb lieber auf eine reduzierte Kalorienmenge und ausreichend körperliche Bewegung achten.

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